Die unterirdischen Vulkane

  1. Die

Der Archipel der Aeolischen Inseln mit seinen 7 Inseln ist Teil eines grossen aufgetauchten vulkanischen Gebiets von ca. 200 km, welches sich zum grössten Teil unter Wasser befindet. Das Gebiet über der Wasseroberfläche, das heisst die Inseln, sind in der letzten Million Jahren entstanden. Das Gebiet unter Wasser ist wahrscheinlich älter. Der älteste ist "Sisifo" der Vulkan, der sich unter Wasser befindet und nordwestlich von Alicudi liegt. Er ist ca. 1.3 Mio Jahre alt. Anhand des jeweils ältesten Eruptivmaterials, konnte das Alter jeder Insel bestimmt werden. Die ältesten Lavafelsen, ca. 1 Mio Jahre alt, wurden auf Filicudi gefunden. Die jüngst der Inseln ist Alicudi, wo man Lavafelsen nicht älter als 90.000 Jahre feststellen konnte. In Vulcano und Stromboli sind die Vulkane immer noch aktiv. Auf den anderen Inseln gibt es seit ca. 5.000 - 20.000 Jahren keine Aktivitäten mehr. In Lipari und in der Nähe von Panarea jedoch, kann man immer noch Fumarole, d.h., abnehmende, post-vulkanische Aktivitäten feststellen. Das Magma der aeolischen Inseln ist das selbe, wie das der Vulkane, die den pazifischen Feuergürtel bilden. Das Ausgangsmaterial dieser Magmen ist aufgeschmolzene Ozeanische Kruste - hier des Afrikanischen Kontinents, der sich östlich Kalabriens unter den Europäischen Kontinent schiebt. Hinter dieser Subduktionszone steigt Magma durch Risse auf und bildet den vulkanischen Inselbogen des Äolischen Archipels. Komplizierend kommt hinzu, dass im Mittelmeerraum diverse Kleinplatten kollidieren, sich über und untereinander schieben und Subfluenzen bilden. Einem älteren Erklärungsversuch zufolge steht die Entstehung der Äolischen Inseln in direktem Zusammenhang mit der Absenkung des Tzrrhenischen Beckens.

 

 

Subduktionszonen sind in Folge der gegeneinander gerichteten Plattenbewegungen erdbebengefährdet, aber sie werden darüber hinaus auch von heftigen vulkanischen Aktivitäten begleitet, denn das aufgeschmolzene Krustenmaterial der abgetauchten Platte ist oft reich an Quarz und daher wesentlich leichter als seine eher basische Umgebung. Daher ist die heiße Schmelze mit Macht bestrebt, wieder an die Oberfläche zu dringen und erzeugt dort die verheerenden Ausbrüche. Neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge, weisen die geförderten Magmen einen ähnlichen Chemismus auf, wie sie von Vulkanen an Subduktionszonen produziert werden. Das Wechselspiel von aufbauenden und zerstörerischen Kräften hat dazu beigetragen, dass jede Insel ihren ganz eigenen Charakter hat. Die Inseln sind seit jeher von grossem Interesse für die Wissenschaftler. Interessant ist es, die Inseln im Mittelalter und in der Gegenwart miteinander zu vergleichen. In der Vergangenheit gab es 8 Inseln. Zur Zeit der Römer wurde gar von 10 Inseln gesprochen und sicher waren die Beobachtungen der Menschen, welche vor 5000 Jahren v.Chr. hier lebten, nochmals anders. Die Entstehung dieses Archipels ist sicher noch lange nicht abgeschlossen. Anstatt zu sagen, die Inseln im aeolischen Archipel sind 7, sollte man besser sagen, im Moment sind es 7.

Dott. Ivan Ferlazzo

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